5000 Menschen demonstrieren in Freiburg für ein selbstbestimmtes Leben und Lernen

Am Dienstag, den 17. November, gingen im Rahmen der internationalen Protestbewegung für eine bessere, nicht ökonomisch gesteuerte Bildungspolitik in Freiburg auf die Straße. Damit knüpften sie an den Erfolg der großen Demonstrationen vom 26. Januar und 17. Juni an.

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Einige Studierende waren in dem besetzten Audimax der Uni Freiburg zurückgeblieben. Trotzdem hatten sich gut 5000 Menschen zusammengefunden, um ihre Forderungen gemeinsam auf die Straße zu tragen.

An der heutigen Demonstration beteiligten sich noch einmal deutlich mehr Studierende als noch im Juni. Die Schülerinnen und Schüler sprachen sich gegen das gegliederte Schulsystem, Konkurrenzdruck und Turboabitur aus. Ihr Anteil war wieder erfreulich hoch, wäre aber wohl noch einmal größer gewesen, hätte es nicht im Vorfeld massive Einschüchterungen gegenüber den jungen Bildungsaktivist_innen gegeben.

„Es ist ein Skandal, dass junge Menschen, die teilweise zum ersten mal eines ihrer wichtigsten Grundrechte in Anspruch nehmen, durch ihre Schulleitungen sanktioniert werden, wenn sie sich für ein anderes Bildungssystem einsetzen wollen.“ erklärt Timo Herbst vom Freiburger Bildungsstreikbündnis.

Wie schon beim letzten Bildungsstreik wurden Demoteilnehmer_innen durch Polizei und Verfassungsschutz, z.B. versteckt aus einem Eckhaus, abfotographiert. Nach wiederholten Durchsagen, die die Polizei zum Beenden der Aufnahmen aufgefordert hatten, wurde der Protestzug aber lautstark fortgesetzt.

Immer wieder solidarisierte sich die Demonstration auch mit den zahlreichen europaweiten Besetzungen. „Der Bolognaprozess, der uns ein noch verschulteres Studium, mehr Zeit- und Konkurrenzdruck und schlechtere Lehrqualität gebracht hat, ist ein europaweites Problem,“ so Steffi Mut vom Bündnis, „deshalb freuen wir uns sehr, dass wir immer mehr zu einer grenzenlosen Bewegung werden.“

In Freiburg geht es nach der Demonstration erst einmal mit Plena und Veranstaltungen rund um das besetzte Audimax der Uni weiter. „Hier bestimmen wir die Inhalte und Menschen können teilnehmen ohne vorher 500 € Studiengebühren zu zahlen.“ erklärt die Studentin Anna Maier abschließend.

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