Der bundesweite Bildungsstreik geht weiter. Auch Freiburg sorgt für einen heißen Herbst!

Bildungsstreikdemo in Freiburg: Di 17.11.09 | 10:00 Uhr | Platz der Alten Synagoge Auch im Herbst 2009 ist das freiburgweite Bildungsstreikbündnis wieder aktiv. „Schüler_innen, Studierende, Eltern, Lehrer_innen und Gewerkschaften rufen gemeinsam die Bevölkerung auf, gegen die derzeitigen negativen Entwicklungen im Bildungssystem zu protestieren“, erklärt Nikolas Klauser vom Schülerrat Freiburg. „Gemeinsam wollen wir Alternativen aufzeigen.“


Auch die Studierenden der PH Freiburg unterstützen den Bildungsstreik, wofür sie mit 450 gehobenen Händen in der Vollversammlung vom 29.10.2009 einstimmig votierten.

Bereits im Juni 2009 gingen in über 100 Städten hunderttausende Schüler_innen, Studierende, Azubis, Eltern, Lehrende und Gewerkschafter_innen gemeinsam auf die Straße. Sie lenkten die öffentliche Aufmerksamkeit auf die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem. Während die zentralen Forderungen von politischer Seite klein geredet wurden, führte der Streik zu großer Resonanz in den Medien.

„Die Kultusministerkonferenz hat zehn Jahre gebraucht, um die seit Jahren bekannten Kritikpunkte am Bologna-Prozess zu bestätigen“, moniert Annika Greuter, Vorständin des UStA der PH Freiburg. In ihrem Beschluss vom 15. Oktober diesen Jahres nennen die Minister_innen u.a. die „stoffliche Überfrachtung, zu hohe Anwesenheitspflicht und Prüfungsdichte im Gefolge zunehmender Strukturierung und ‚Verschulung’ des Studiums“ beim Namen. (http://www.kmk.org/presse-und-aktuelles/meldung/weiterentwicklung-des-bologna-prozesses.html).

Die Probleme an den Hochschulen sind aber nur Teil einer umfassenden Krise des Bildungssystems. Deshalb sind die Ziele des Bildungsstreiks aktueller denn je: „Leistungs- und Konkurrenzdruck müssen durch Selbstbestimmtes Lernen und Leben abgelöst werden“ sagt Matthias Schweizer, Sprecher des Landesausschusses der Studierenden der GEW Baden-Württemberg „Außerdem fordern wir einen freien Zugang zu Bildung und damit die Abschaffung sämtlicher Bildungsgebühren.“ Dazu gehören Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren.
Tom Peters ebenfalls Vorstand des UStA der PH Freiburg, fügt hinzu, dass die „öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und  Stellenvergabe“ sichergestellt werden muss. „Wir engagieren uns für die Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.“

So wird vom 17. November bis zum 10. Dezember zu neuen Aktionen im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks aufgerufen. „Ein anderes Bildungssystem ist möglich und nötiger denn je. Wir rufen alle Freiburgerinnen und Freiburger zum Engagement für ein besseres Bildungssystems auf“, erklärt Greuter abschließend. „Somit freuen wir uns auf eine beeindruckende Demonstration am 17. November, um 10 Uhr in der Freiburger Innenstadt.“
AK Presse des Freiburger Bildungsstreikbündnisses
Kontakt:
bildungsstreik2009@u-asta.de, bildungsstreik@usta-ph.de
http://www.bildungsstreik-freiburg.de

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