Am Dienstagmorgen fand die gemeinsame Schüler_innenbegrüßung der Besetzer_innen und der Universitätsverwaltung statt. Die zentrale Studienberatung lobte die gute Kooperation und alle riefen gemeinsam zu einem kritischen Umgang mit dem Informationsangebot und den Meinungen auf.
„Wer weiß besser, wie das Studium in den verschiedenen Fächern ist, als die Studierenden selbst?“ fragt Maggie Jaglo die zahlreichen anwesenden Schüler_innen. Und ging dann gleich über zu den Dingen, die derzeit nicht so gut laufen. Über die sozialen Auswirkungen der Studiengebühren, die Probleme im Bachelor-Master-System und die fehlende Mitbestimmung leitet sie über zu den konkreten Erfahrungen, die derzeit die Schüler_innen durchmachen müssen: Der zunehmende Prüfungsstress auch in Schulen, die viel zu großen Klassen und die Verkürzung des Gymnasiums auf acht Schuljahre.
Bevor die Rede an den Prorektor für Studium und Lehre übergeben wurde, luden die Besetzer_innen die Schüler_innen dazu ein, mit ihnen am Nachmittag über die verschiedenen Studienfächer zu diskutieren. Mit Führungen durch die Uni Freiburg soll den Schüler_innen Gelegenheit gegeben werden, ihre mögliche spätere Studienstätte realistisch zu erleben.
Die anschließende Vorstellung des Prorektors beschränkte sich im Wesentlichen auf den Vergleich der Universität Freiburg mit den anderen Hochschulen und ignorierte die vorher angesprochenen grundlegenden Mängel. Dieser reinen Konkurrenzlogik mochten weder die Schüler_innen noch die Besetzer_innen folgen und es blieb verdächtig still.
Weniger still wurde es ein paar Momente später, als ein Großteil der Anwesenden das Audimax verließ, um sich der draußen beginnenden Demonstration für ein selbstbestimmtes Leben und Lernen anzuschließen.
