| 9. Dezember 2009 | ||
| 18:00 | bis | 19:00 |
18:00 Uhr, Audimax
VL: Roswitha Dörendahl, (Philosophisches Seminar, EPG): “Freiheit als Autonomie bei Kant und die Kritik durch Adorno”
Freiheit bedeutet für Kant Autonomie, das ist die Fähigkeit des Menschen, sich selbst zu bestimmen. Voraussetzung für die Autonomie ist aber das Vermögen absoluter Spontaneität als Fähigkeit des Subjekts, anfangen zu können, einen „ersten Anfang aus Freiheit“ zu machen. Das Vermögen der Spontaneität ordnet Kant der Vernunft zu.
Für Theodor W. Adorno ist die Bestimmung der menschlichen Freiheit als Autonomie das Resultat einer Verdrängungsbewegung. Zwar erblickt Adorno in der Spontaneität den „Schlüssel zum Freiheitsbegriff“, anders als Kant erkennt er aber darin ein somatisches Moment, ein „Impuls-Moment“, das etwas „Jähes, Plötzliches“ an sich hat und sich der Verfügungsgewalt des Subjekts entzieht.
Nach einer kurzen Einführung in die Kantsche Philosophie wird die Genese des Autonomiebegriffs dargestellt und die Kritik durch Adorno.
eine Veranstaltung des AVV
