Archiv für Dezember 2009

Neuigkeiten die Reaktionen des Rektorats betreffend

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Das Rektorat hat heute weitere Antworten auf unsere Forderungen bekannt gegeben. Darin gehen sie auch auf unsere ergänzenden Forderungen (2. Katalog) ein:

091209_Stellungnahme2_Rektorat (PDF)

Zum Vergleich noch andere Reaktionen auf die Besetzungen aus BaWü:

Anmerkungen zu den ersten Antworten

Für alle interessierten hier noch zwei Anmerkungen zu den ersten Antworten:

  • Zu I.3):
    Im Zusammenhang mit der Aufforderung des Rektorats an den Bund sollte man diesen Artikel aus dem Spiegel auf dem Schirm haben. Außerdem konnte ich leider zu dem folgend genannten Vorstoß nichts genaueres finden:

    Das Rektorat unterstützt in diesem Zusammenhang nachdrücklich den … Vorstoß des [Wissenschafts-]Ministers … Prof. Dr. Frankenberg, die Förderungsregeln des BAföG zu ändern.

  • Zu I.14):
    Die Antwort ist ja im wesentlichen “Der Rektor hat sich hierzu im Senat bereits eindeutig geäußert.”. Leider kommt man an diese eindeutige Äußerung nicht so leicht dran, da die Protokolle des Senats nicht öffentlich sind. Unsere SenatsvertreterInnen werden das mal recherchieren.

PM: Resonanz der BesetzerInnen auf die Stellungnahme des Rektorates

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Die BesetzerInnen begrüßen die ausführliche Stellungnahme als Grundlage für weitere Diskussionen. In vielen Dingen wird Handlungsbereitschaft durch das Rektorat signalisiert. Allerdings gibt die Stellungnahme den BesetzerInnen auch Anlass zu Kritik.

„Zunächst einmal ist festzuhalten, dass sich ein Rektorat selten so ausführlich und öffentlich zu diesen zentralen Punkten von Studium und Lehre geäußert hat. Eine solche Stellungnahme ist für uns eine notwendige Voraussetzung für die weiterführenden Diskussionen“, sagt Clemens Weingart zu Beginn der Pressekonferenz .

Bei vielen Punkten hat das Rektorat den Studierenden in seiner Stellungnahme Recht gegeben und Umsetzung versprochen, bzw. versprochen sich bei den zuständigen Stellen (z.B. beim Land Baden-Württemberg) um die Umsetzung der Forderungen zu bemühen.

„Einerseits wurde erstmals öffentlich von der Hochschule zugegeben, dass die Hochschulen unterfinanziert sind und sie allmählich an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Andererseits wurde Verbesserungsbedarf bei den Bachelor- und Masterstudiengängen zugegeben“, äußert sich Tania Strützel zufrieden.

Trotzdem kommen die BesetzerInnen auch nach der Stellungnahme nicht ganz ohne Kritik aus. So monieren die Studierenden beispielsweise, dass das Rektorat auf einige Forderungen gar nicht oder nur ausweichend eingegangen ist und dass es versucht eine künstliche Trennung zwischen StudierendenvertreterInnen in den universitären Gremien und der Besetzung herzustellen.

Thomas Seefried merkt des Weiteren an: „Zwar sagt das Rektorat unmissverständlich, dass Studienverzicht und Studienabbruch, bzw. Beeinträchtigung des Studiums aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten auch im Einzelfall nicht akzeptabel seien. Wenn es aber gleichzeitig behauptet, Studiengebühren führten nicht zu sozialer Selektion, obwohl die von ihm zum Beweis zitierten Studien gerade das Gegenteil empirisch belegen, macht es sich unglaubwürdig.“

An einigen Punkten besteht also aus Sicht der Studierenden noch Nachbesserungsbedarf in der Stellungnahme. In der Zukunft wird aber der Dialog zur konkreten Umsetzung im Vordergrund stehen. Dabei ist die Stellungnahme des Rektorates ein wichtiger Anhaltspunkt für die Studierenden. „Wo das Rektorat uns Änderungsbereitschaft und Unterstützung zugesagt hat, werden wir es beim Wort nehmen, dort wo es nicht antwortet oder uns widerspricht werden wir nachbohren. Unsere Arbeit hat nicht mit der Ausarbeitung der Forderungen aufgehört, sie beginnt jetzt erst mit der Umsetzung“, kommentiert Henrike Hepprich das weitere Vorgehen.

Abschließend fordern die BesetzerInnen das Rektorat zu einer vollständigen Stellungnahme auf, wo dies noch nicht geschehen ist und laden das Rektorat zu einer erneuten Diskussion im Audimax im Januar ein.

Anhang: Ausführliche Kritikpunkte zu der Stellungnahme.

Diese PM mit Anhang als PDF: 091209_pm_resonanz-auf-stellungnahme

Plenum

Mittwoch, 9. Dezember 2009
8. Dezember 2009
20:00bis22:00
9. Dezember 2009
20:00bis22:00
10. Dezember 2009
20:00bis22:00
11. Dezember 2009
20:00bis22:00
12. Dezember 2009
20:00bis22:00

Jeden Abend um 20:00 Uhr, nachdem sich alle mit lecker veganem VoKü-Essen gestärkt haben findet das große Plenum im Audimax statt.

Vortrag: Gentechnik in Landwirtschaft und Ernährung

Mittwoch, 9. Dezember 2009
11. Dezember 2009
18:30bis19:30

18:30 Uhr, Audimax

Vortrag von Nicole Römer von Greenpeace: “Gentechnik in Landwirtschaft und Ernährung” mit anschließender Diskussion

eine Veranstaltung des AVV

VL: Wer die Vergangenheit kennt, hat bessere Chancen für die Zukunft

Mittwoch, 9. Dezember 2009
9. Dezember 2009
19:00bis20:00

19:00 Uhr, Audimax

VL: Prof. em. Dr. Hans Peter Herrmann (Germanistik): “Wer die Vergangenheit kennt, hat bessere Chancen für die Zukunft. Eine Geschichte der Freiburger Studentenproteste 1952- 1977.”

eine Veranstaltung des AVV

Freiheit als Autonomie bei Kant und die Kritik durch Adorno

Mittwoch, 9. Dezember 2009
9. Dezember 2009
18:00bis19:00

18:00 Uhr, Audimax
VL: Roswitha Dörendahl, (Philosophisches Seminar, EPG): “Freiheit als Autonomie bei Kant und die Kritik durch Adorno”
Freiheit bedeutet für Kant Autonomie, das ist die Fähigkeit des Menschen, sich selbst zu bestimmen. Voraussetzung für die Autonomie ist aber das Vermögen absoluter Spontaneität als Fähigkeit des Subjekts, anfangen zu können, einen „ersten Anfang aus Freiheit“ zu machen. Das Vermögen der Spontaneität ordnet Kant der Vernunft zu.
Für Theodor W. Adorno ist die Bestimmung der menschlichen Freiheit als Autonomie das Resultat einer Verdrängungsbewegung. Zwar erblickt Adorno in der Spontaneität den „Schlüssel zum Freiheitsbegriff“, anders als Kant erkennt er aber darin ein somatisches Moment, ein „Impuls-Moment“, das etwas „Jähes, Plötzliches“ an sich hat und sich der Verfügungsgewalt des Subjekts entzieht.
Nach einer kurzen Einführung in die Kantsche Philosophie wird die Genese des Autonomiebegriffs dargestellt und die Kritik durch Adorno.

eine Veranstaltung des AVV

Pressekonferenz

Mittwoch, 9. Dezember 2009
9. Dezember 2009
11:30bis12:30

Pressekonferenz zur ersten Antwort des Rektorats auf die Forderungen.

  • Uhrzeit: 11:30
  • Ort: Audimax (KG II)

Gemeinsam für bessere Bildung!

Dienstag, 8. Dezember 2009
10. Dezember 2009

Um auf den Vorwurf der Politik zu reagieren der Bildungsstreik würde nur eine Minderheit interessieren und repräsentieren wollen wir uns davon einmal selbst ein Bild machen. Wir wollen sehen ob das stimmt! Deswegen bitten wir alle Menschen, die den Bildungsstreik unterstützen und richtig finden, am

Donnerstag 10. Dezember um 16 Uhr
am Platz der alten Synagoge

zu kommen. Auch wenn nicht alle die Besetzungen aufrecht erhalten, glauben wir, dass viel mehr Leute die Proteste an sich unterstützen (nur vielleicht die Protestform der Besetzung ablehnen).
Also bitte kommt ALLE vorbei, auch dann, wenn ihr keine StudentInnen seid. Egal ob Azubis, Großeltern, Eltern, Verliebte, Geschwister, Arbeiter, Schüler usw., ALLE sind gefragt!!!

Kommt um 16 Uhr. Kommt um 17 Uhr. Kommt die ganze Nacht! Schnappt euch eure Freunde und bringt die Stadt durch kräftige Aktionen in Bewegung. Seid bunt, seid laut, seid wild… An diesem Tag soll es im ganzen Stadtgebiet etwas zu entdecken geben.
Ladet Presse ein und streitet mit uns für eine bessere Welt!

Gemeinsam für bessere Bildung!
Seid dabei, zeigt dass wir viele sind!

Vollversammlung

Dienstag, 8. Dezember 2009
10. Dezember 2009
18:00bis20:00

Thema: Bildungsproteste – Wie geht’s weiter?

  • Bilanz der letzten Wochen
  • Reaktionen aus der Politik (z.B. Kultusministerkonferenz)
  • Reaktionen des Rektorats
  • Weitere Besetzungen?

Studierende sorgen für klarere Sicht

Dienstag, 8. Dezember 2009

abseilen1Heute Mittag seilten sich vier Studierende von dem Dach des Rektorats ab und putzen dabei die Fenster. Die symbolische Aktion sollte die Universitätsleitung darauf aufmerksam machen, dass sie nach Ansicht der Studierenden die Lage verkenne. Thomas Seyfried meint dazu: „Das Rektorat braucht dringend eine bessere Durchsicht“

„Die Fenster waren tatsächlich recht dreckig, kein Wunder dass die da drinnen eine andere Wirklichkeitsauffassung haben als wir.“ meint Jakob Lohmann lachend, fährt dann aber ernst fort:”Natürlich ersetzten solche Aktionen nicht einen inhaltlichen Dialog, aber die Öffentlichkeit ist eben auch wichtig und Spaß bringen sie auch.”

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