Archiv für Dezember 2009

Das Uni-Rektorat rückt mit einer Antwort raus…

Dienstag, 8. Dezember 2009

Nachdem die Besetzerinnen der Uni gestern trotz der freundlichen Erinnerung immer noch keine Antwort hatten, waren heute morgen einige persönlich beim Rektorat und siehe da – nach kurzen, harten aber erfolglosen Abwimmelungsversuchen – bekamen sie die Antwort zum ersten Teil des Forderungskataloges vom Rektorat direkt überreicht:

Antwort des Rektorats: 091208_Stellungnahme1_Rektorat (als PDF)

BesetzerInnen fordern Stellungnahme der Universitätsleitung ein – im Rektorat!

Dienstag, 8. Dezember 2009

Heute Morgen gegen 9:30 suchte eine Gruppe von ca. 35 BesetzerInnen die Diensträume der Rektoratsmitglieder im 5. Stock des Rektorates auf. 13 Tage nach Übergabe des ersten Forderungskataloges lag immer noch keine Stellungnahme des Rektorates vor.

Nach anfänglicher Drohung mit Polizei und Hausverbot lenkte das Rektorat schnell ein und überreichte die Antworten auf den Ersten Forderungskatalog. Die Antworten auf den zweiten, am Samstag abgeschlossenen Teil der Forderungen versprach man bis heute Abend fertig zu stellen.

Am Mittwoch dem 25.11.2009 hatten die Studierenden dem Rektorat bei einer Demonstration einen ersten ausführlichen Forderungskatalog überreicht. Damit verbunden war ein „Ultimatum“ für eine Stellungnahme das am gestrigen Montag ablief. Das Abendplenum beschloss daher einen „Besuch“ des Rektorates um den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Prorektor Prof. Schanz und der Kanzler Schenek waren wenig erfreut, drohten den friedlichen, mit Frühstück und Kaffeemaschine eingetroffenen BesetzerInnen mit Räumung durch die Polizei und Hausverbot in der gesamten Universität (!). Ein Hierbleiben hätte „Auswirkungen auf das Studium“.

Nachdem es dem Rektorat aber doch möglich war die Forderungen spontan fertig zu stellen, kam es nicht zur vom Prorektor angedrohten Eskalation. Nach hitziger Diskussion überreichte der Prorektor die Antwort der Hochschulleitung.

Diese liegt den Studierenden nun vor. Ab 14:00 wird es eine erste Stellungnahme der BesetzerInnen hierzu geben. Um 15:30 laden wir alle Interessierten zu einem Pressegespräch in das Audimax ein.

Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit an Clemens Weingart (Clemens.Weingart@gmx.de) wenden.

Bericht über die Pressekonferenz der PH BesetzerInnen:

Dienstag, 8. Dezember 2009

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Studierende der PH Freiburg überreichen Rektor Druwe ihre Forderungen.

Die BesetzerInnen der PH Freiburg haben heute in einer Pressekonferenz die Forderungen, die sie in der letzten Woche im besetzten KG V erarbeitet haben, an die Hochschulleitung übergeben. Während über 400 Studierende und Dozierende an der Konferenz teilnahmen, glänzte der eingeladene Vertreter des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) durch Abwesenheit. Die Einladung der Studierenden wurde mit der Begründung abgelehnt, dass die BesetzerInnen anderer Hochschulen sonst ja eventuell auch AnsprechpartnerInnen des MWKs anfordern könnten.

Einleitend wurden die Präambel und die Forderungen verlesen, anschließend fand ein rund zweistündiger Schlagabtausch zwischen ZuhörerInnen und der Hochschulleitung statt. Herr Rektor Druwe, Prorektor Nicolaus und Kanzler Büggeln übten sich darin, Schuld von sich zu weisen. Ministerien, Landtag, Fakultäten und Institute seien die richtigen Ansprechpartner für unsere Forderungen. Nach der Veranstaltung teilten viele der Anwesenden die Meinung, dass die Hochschulleitung der PH offensichtlich kein geeigneter Ansprechpartner für Studierende ist.

Die Hochschulleitung ist anscheinend zwar ständig damit beschäftigt, für Verbesserungen zu werben, kann aber laut Druwe keine eindeutigere Position beziehen und ist auch sonst ständig durch „Strukturbedingungen“ eingeschränkt – „Ich verstehe ihre Frustration, aber schauen sie sich die Realität mal an“.

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Rektor Ulrich Druwe

Er wünschte den Studierenden zwar viel Glück bei ihrem Protest: „Streiken Sie, protestieren Sie und ich wünsche Ihnen viel Glück, in unser aller Interesse“. Er war sich aber auch sicher, dass diese „Symbolpolitik“ zwar Zustimmung bewirken kann, jedoch keine Wirkungen auf die Realität hat. Nebenbei stellte Herr Druwe allgemein das politische Engagement der Besetzenden in Frage und erklärte, dass Politik nicht in der Öffentlichkeit, sondern hinter geschlossenen Türen stattfinde. Professoren die sich äußerten und den Protest der Studierenden unterstützten, wurden mit inhaltslosen Belehrungen, dass sie es doch besser wissen müssten, abgewiesen: „Wenn wir das so machen wie Sie es fordern, sind wir danach tot“.

Die Forderung einer Verfassten Studierendenschaft lehnte Herr Druwe entschieden ab (womit er selbstverständlich, wenn auch nur implizit, das reaktionäre Verbot der Filbinger Regierung von 1977 rechtfertigte). Studiengebühren hingegen fanden die Unterstützung des Rektors.

Das Rektorat ist offenbar nicht bereit ist, die Interessen und Forderungen der Studierenden zu vertreten, obwohl es Aufgabe der Hochschulleitung wäre. Das Plenum beschloss außerdem, die Unzufriedenheit mit dem Rektorat in neue Aktionen und Protestformen einfließen zu lassen.

Link zur Präambel und den Forderungen(pdf)

Alarmierende Studie: Geldsorgen halten Abiturienten vom Studium ab

Freitag, 4. Dezember 2009

Chaos an den Unis, marode Gebäude – doch die Studenten studieren so gern wie nie zuvor, behaupten Bildungspolitiker. Das stimmt nicht: Einer neuen Studie zufolge fängt ein Drittel der potentiellen Studenten kein Studium an, weil es ihnen am Geld fehlt und Studiengebühren sie abschrecken.

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Man kann es drehen, wie man will: Wenn junge Leute an eine Uni oder Fachhochschule gehen könnten, aber nicht wollen, liegt es vor allem am Geld.

weiter lesen – auf Spiegel-Online.de

Forum für freie Bildung

Freitag, 4. Dezember 2009

_MG_1771Gestern fand das erste “Forum für freie Bildung” statt, wo die Öffentlichkeit zu einer Führung durch die besetzten Räumlichkeiten eingeladen wurde. Die AKs wurden vorgestellt und es wurde eine Diskussion über unsere Besetzung geführt.

Da die Diskussion äußerst spannend und fruchtbar war, wurde beschlossen, dies noch einmal zu wiederholen und zwar am nächsten Donnerstag um 19 Uhr im Audimax. Ein neuer Termin ist in Planung.

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Vortrag von Prof. Dr. Eßbach zur Rolle der Professoren bei Hochschulreformen

Freitag, 4. Dezember 2009

„Die Rolle der Professorenschaft beim Scheitern deutscher Hochschulreformen“ war das Thema eines sehr interessanten und spannenden Vortrags von Prof. Dr. Wolfgang Eßbach am Dienstag, den 4.12, im besetzten Audimax.

Audio Mitschnitt:_MG_1292_cr

Folgt

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Das Skript des Vortrags vom 17.11 :

“Bildungsstreik 2009″

Prof. Eßbach behandelte darin zunächst das Professorenbild seit Martin Luther und ging dann ausführlicher auf die Reformen seit Humboldt ein, die seiner Meinung nach alle scheiterten, obwohl die Ideen Humboldts bis heute als Leitlinien weiter gelten.

Die zentralen Fragen des 20. Jahrhunderts an deutschen Universitäten waren die der Mitbestimmung von Lehrbeauftragten und Studierenden bei universitären Entscheidungen, und die nach der Art der Zulassungsverfahren zur Universität. Prof. Eßbach zeigte anhand weniger Schritte was seit 1968 zu einer ungünstigen Entwicklung an deutschen Universitäten beigetragen hat und was davon aktuell stark zum Vorschein kommt.

(weiterlesen …)

PH – Besetzung: Weekend-Kultur-Programm

Freitag, 4. Dezember 2009

Heute abend ab 22:00 findet eine Bildungsstreik-Open-Stage im besetzten KG V an der PH statt. Alle Menschen sind herzlich willkommen!

anbei unser Weekend-Kultur-Programm für dieses Wochenende

Improvisationstheater im Audimax

Freitag, 4. Dezember 2009

Am 3.12 konnten wir die Theatergruppe “Die Mauerbrecher” im Audimax begrüssen.  Ganz nach dem Motto des Improvisationstheaters haben diese aus den Zurufen der Zuschauenden ein Stück gezaubert. So zum Bespiel mit “Freiburg brennt” ein Lied in verschieden Musikstilen zu singen.

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Unter www.mauerbrecher.de kann man sich weiter über die Gruppe informieren.

Erinnerung ans Rektorat

Freitag, 4. Dezember 2009

Das Rektorat der Uni Freiburg hat nun seit über einer Woche unsere Forderungen, doch es gibt noch keine Reaktion. Gestern ging deshalb folgende Aufforderung von den Besetzerinnen und Besetzern an das Rektorat:

Sehr geehrter Herr Schiewer,
Sehr geehrter Herr Schanz,

Im Auftrag der Besetzerinnen und Besetzer teile ich ihnen hiermit mit, dass das Plenum bis spätestens

Montag, 07. Dezember

eine Stellungnahme des Rektorats zu seinem Forderungenkatalog erwartet. Die Übergabe der Forderungen liegt nun bereits über eine Woche zurück. Dem Plenum selbst war es möglich, seine Forderungen in etwa der gleichen Zeit in einem basisdemokratischen Prozess auszuarbeiten, sodass es sich mittlerweile verwundert darüber zeigt, dass das Rektorat es noch nicht geschafft hat, dazu Stellung zu beziehen.

Mit freundlichen Grüßen,
Lisa Schindler
im Auftrag der Besetzerinnen und Besetzer

Prof. em. Dr. Rainer Marten: “Wozu braucht der Mensch Philosophie? Die Antwort eines Philosophen auf die Frage des Arztes

Donnerstag, 3. Dezember 2009

18:00 VL: Prof. em. Dr. Rainer Marten: “Wozu  braucht der Mensch Philosophie? Die Antwort eines Philosophen auf die Frage des Arztes” (Audimax)