Archiv für die Kategorie „Pressemitteilungen“

Pressemitteilung: BildungsaktivistInnen besetzen den Freiburger Hauptbahnhof

Mittwoch, 9. Juni 2010

Spontanaktion zeigt Entschlossenheit der DemonstrantInnen

Der Freiburger Bildungsstreik begrüßt die spontane Besetzung eines Gleises am Freiburger Hauptbahnhof durch viele TeilnehmerInnen der Demonstration. Anlass der Demonstration war die bundesweiten dezentralen Aktionswoche.

Wir halten es für verständlich, dass diese DemonstrationsteilnehmerInnen in einer – im Vergleich zum Vorjahr “gesteigerten” Form ihrem Protest Ausdruck verliehen haben: Die nach der bundesweiten Protestwelle im Herbst angekündigten Verbesserungen im Bildungssystem sind ausgeblieben. Auch die konstruktive Auseinandersetzung mit dessen Mängeln hat in keinster Weise stattgefunden: Jüngst ließ Bildungsministerin Schavan sogar ihren eigenen “Bundesweiten Bolognagipfel” zur Farce werden, in der die Bildungsstreikenden zu StatistInnen erklärt wurden. Die sogenannten Ergebnisse der Konferenz standen schon vorher fest und somit war nicht einmal die Möglichkeit eines fairen Dialogs gegeben.
Die heutige Bahnhofsbesetzung zeigt, dass die Toleranz gegenüber dem Versagen der Bildungspolitik bei vielen Menschen, die sich für ein gerechteres Bildungssystem engagieren, an einem kritischen Punkt angekommen ist.
Die Politik muss endlich handeln, denn das Vertrauen auf ihre Zusagen hat sie verspielt.

Pressemitteilung: Unterbrechung der Besetzung

Samstag, 12. Dezember 2009

** Unterbrechung der Besetzung des Audimax der ALU Freiburg  **

"Wir kommen wieder" Foto: Robin Gommel

"Wir kommen wieder" Foto: Robin Gommel

Donnerstag Abend  wurde auf einer Vollversammlung beschlossen, die bisherige Besetzung des Audimax und des KG II der
Universität Freiburg zu beenden.

Mehr als 850 Menschen kamen um eine Bilanz der letzten 25 Tage zu ziehen und Perspektiven zu beschließen. Im Anschluss zogen die Studierenden durch die Stadt und demonstrierten mit vielen bunten Aktionen ihre Forderungen und den Willen weiter für deren Erfüllung zu kämpfen.

"Wir sind hier..." Foto: Robin Gommel

"Wir sind hier..." Foto: Robin Gommel

“Diese Besetzung ist nur eine von vielen Aktionsformen, die im Rahmen des
Bildungsstreiks schon seit langem den anhaltend falschen Kurs in der
Bildungspolitik kritisiert. Wir haben sie ausgiebig und erfolgreich genutzt.”, so Lisa Schindler. Unser Engagement geht aber weiter “die BesetzerInnen bleiben schließlich aktiv und werden nicht still zu Hause sitzen und abwarten bis sich etwas tut,” so Schindler weiter.

Während der 25 Tage andauernden Besetzung des Audimax haben die Besetzerinnen und Besetzer insgesamt 43 Forderungen an das Rektorat der Uni, das Studentenwerk Freiburg, die Landesregierung Baden-Württemberg und die Bundesregierung erarbeitet.
Das Rektorat der Universität reagierte mit der umfangreichsten
Stellungnahme zu hochschulpolitischen Themen mindestens der letzten 10 Jahre. “Eine solche Stellungnahme ist für uns eine notwendige Voraussetzung für die weiterführenden Diskussionen”, so Clemens Weingart.

Auf Landesseite und bei der Kultusministerkonferenz sind erste Zugeständnisse zur Verbesserung der Bachelor und Masterstudiengänge erreicht worden. “Hier haben wir und die seit Jahren andauernden Proteste erste Erfolge erzielt – bei anderen Punkten, wie den Studiengebühren und der Bildungsfinanzierung herrscht bisher noch keine große Gesprächsbereitschaft,” erklärt Jakob Lohmann

Schon während der Besetzung hat man an den Perspektiven für danach gearbeitet. Das Rektorat ist für das neue Jahr zu einer Diskussion eingeladen. Vorträge und gemeinsame Arbeitstreffen sind für die nächsten Monate organisiert. Die ersten Gremien der Universität befassen sich schon mit den Forderungen und gemeinsam mit den anderen Universitäten wird die landesweite Arbeit vorangetrieben.

“Aber es bleibt dabei, Forderungen wollen nicht beantwortet sondern erfüllt werden und wenn wir das Gefühl haben, dass es da hakt, dann wird es auch wieder Besetzungen geben,” so einer der Besetzer.

Foto: Robin Gommel

Foto: Robin Gommel

Brennende ECTS am Siegesdenkmal. Foto: Robin Gommel

Brennende ECTS am Siegesdenkmal. Foto: Robin Gommel

Wir kommen wieder. Leuchtschriftzug vor dem Stadttheater. Foto: Robin Gommel

Wir kommen wieder. Leuchtschriftzug vor dem Stadttheater. Foto: Robin Gommel

PM: Resonanz der BesetzerInnen auf die Stellungnahme des Rektorates

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Die BesetzerInnen begrüßen die ausführliche Stellungnahme als Grundlage für weitere Diskussionen. In vielen Dingen wird Handlungsbereitschaft durch das Rektorat signalisiert. Allerdings gibt die Stellungnahme den BesetzerInnen auch Anlass zu Kritik.

„Zunächst einmal ist festzuhalten, dass sich ein Rektorat selten so ausführlich und öffentlich zu diesen zentralen Punkten von Studium und Lehre geäußert hat. Eine solche Stellungnahme ist für uns eine notwendige Voraussetzung für die weiterführenden Diskussionen“, sagt Clemens Weingart zu Beginn der Pressekonferenz .

Bei vielen Punkten hat das Rektorat den Studierenden in seiner Stellungnahme Recht gegeben und Umsetzung versprochen, bzw. versprochen sich bei den zuständigen Stellen (z.B. beim Land Baden-Württemberg) um die Umsetzung der Forderungen zu bemühen.

„Einerseits wurde erstmals öffentlich von der Hochschule zugegeben, dass die Hochschulen unterfinanziert sind und sie allmählich an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Andererseits wurde Verbesserungsbedarf bei den Bachelor- und Masterstudiengängen zugegeben“, äußert sich Tania Strützel zufrieden.

Trotzdem kommen die BesetzerInnen auch nach der Stellungnahme nicht ganz ohne Kritik aus. So monieren die Studierenden beispielsweise, dass das Rektorat auf einige Forderungen gar nicht oder nur ausweichend eingegangen ist und dass es versucht eine künstliche Trennung zwischen StudierendenvertreterInnen in den universitären Gremien und der Besetzung herzustellen.

Thomas Seefried merkt des Weiteren an: „Zwar sagt das Rektorat unmissverständlich, dass Studienverzicht und Studienabbruch, bzw. Beeinträchtigung des Studiums aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten auch im Einzelfall nicht akzeptabel seien. Wenn es aber gleichzeitig behauptet, Studiengebühren führten nicht zu sozialer Selektion, obwohl die von ihm zum Beweis zitierten Studien gerade das Gegenteil empirisch belegen, macht es sich unglaubwürdig.“

An einigen Punkten besteht also aus Sicht der Studierenden noch Nachbesserungsbedarf in der Stellungnahme. In der Zukunft wird aber der Dialog zur konkreten Umsetzung im Vordergrund stehen. Dabei ist die Stellungnahme des Rektorates ein wichtiger Anhaltspunkt für die Studierenden. „Wo das Rektorat uns Änderungsbereitschaft und Unterstützung zugesagt hat, werden wir es beim Wort nehmen, dort wo es nicht antwortet oder uns widerspricht werden wir nachbohren. Unsere Arbeit hat nicht mit der Ausarbeitung der Forderungen aufgehört, sie beginnt jetzt erst mit der Umsetzung“, kommentiert Henrike Hepprich das weitere Vorgehen.

Abschließend fordern die BesetzerInnen das Rektorat zu einer vollständigen Stellungnahme auf, wo dies noch nicht geschehen ist und laden das Rektorat zu einer erneuten Diskussion im Audimax im Januar ein.

Anhang: Ausführliche Kritikpunkte zu der Stellungnahme.

Diese PM mit Anhang als PDF: 091209_pm_resonanz-auf-stellungnahme

BesetzerInnen fordern Stellungnahme der Universitätsleitung ein – im Rektorat!

Dienstag, 8. Dezember 2009

Heute Morgen gegen 9:30 suchte eine Gruppe von ca. 35 BesetzerInnen die Diensträume der Rektoratsmitglieder im 5. Stock des Rektorates auf. 13 Tage nach Übergabe des ersten Forderungskataloges lag immer noch keine Stellungnahme des Rektorates vor.

Nach anfänglicher Drohung mit Polizei und Hausverbot lenkte das Rektorat schnell ein und überreichte die Antworten auf den Ersten Forderungskatalog. Die Antworten auf den zweiten, am Samstag abgeschlossenen Teil der Forderungen versprach man bis heute Abend fertig zu stellen.

Am Mittwoch dem 25.11.2009 hatten die Studierenden dem Rektorat bei einer Demonstration einen ersten ausführlichen Forderungskatalog überreicht. Damit verbunden war ein „Ultimatum“ für eine Stellungnahme das am gestrigen Montag ablief. Das Abendplenum beschloss daher einen „Besuch“ des Rektorates um den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Prorektor Prof. Schanz und der Kanzler Schenek waren wenig erfreut, drohten den friedlichen, mit Frühstück und Kaffeemaschine eingetroffenen BesetzerInnen mit Räumung durch die Polizei und Hausverbot in der gesamten Universität (!). Ein Hierbleiben hätte „Auswirkungen auf das Studium“.

Nachdem es dem Rektorat aber doch möglich war die Forderungen spontan fertig zu stellen, kam es nicht zur vom Prorektor angedrohten Eskalation. Nach hitziger Diskussion überreichte der Prorektor die Antwort der Hochschulleitung.

Diese liegt den Studierenden nun vor. Ab 14:00 wird es eine erste Stellungnahme der BesetzerInnen hierzu geben. Um 15:30 laden wir alle Interessierten zu einem Pressegespräch in das Audimax ein.

Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit an Clemens Weingart (Clemens.Weingart@gmx.de) wenden.

Erinnerung ans Rektorat

Freitag, 4. Dezember 2009

Das Rektorat der Uni Freiburg hat nun seit über einer Woche unsere Forderungen, doch es gibt noch keine Reaktion. Gestern ging deshalb folgende Aufforderung von den Besetzerinnen und Besetzern an das Rektorat:

Sehr geehrter Herr Schiewer,
Sehr geehrter Herr Schanz,

Im Auftrag der Besetzerinnen und Besetzer teile ich ihnen hiermit mit, dass das Plenum bis spätestens

Montag, 07. Dezember

eine Stellungnahme des Rektorats zu seinem Forderungenkatalog erwartet. Die Übergabe der Forderungen liegt nun bereits über eine Woche zurück. Dem Plenum selbst war es möglich, seine Forderungen in etwa der gleichen Zeit in einem basisdemokratischen Prozess auszuarbeiten, sodass es sich mittlerweile verwundert darüber zeigt, dass das Rektorat es noch nicht geschafft hat, dazu Stellung zu beziehen.

Mit freundlichen Grüßen,
Lisa Schindler
im Auftrag der Besetzerinnen und Besetzer

Sachbeschädigung an der FAZ-Lounge

Donnerstag, 3. Dezember 2009

In der Nacht vom 2.12. auf den 3.12. haben Unbekannte drei Scheiben an der FAZ-Lounge/Cafe Senkrecht eingeschlagen bzw. schwer beschädigt. Wir als Besetzer distanzieren uns in aller Deutlichkeit von solchen Aktionen.

Workshop: Chancengleichheit

Dienstag, 24. November 2009
25. November 2009
19:00bis19:30
28. November 2009
15:00bis17:00

15:00 Workshop: Chancengleichheit, Johanna Wintermantel (Treffpunkt AVV-Stellwand)

Pressemitteilung 18.11.09 23 Uhr

Donnerstag, 19. November 2009

Tag drei der Freiburger Bildungsproteste: kreativ und konstruktiv!

Während die Besetzung des Audimax andauert, haben sich hunderte von SchülerInnen der Freiburger Schulen und Studierenden der Freiburger Hochschulen weiter organisiert, um für ihre bildungspolitischen Forderungen zu kämpfen und mit einfallsreichen Aktionen öffentlich Aufmerksamkeit zu erregen.plenum-pano

Zur Mittagszeit zog eine Gruppe von “Bachelor-Zombies” durch die Lehrveranstaltungen der Universität und stellte dabei schaurig klagend die Missstände der Bachelorstudiengänge an den Pranger. Wenig später tauchten am Bertoldsbrunnen etwa 50 Studierende mit ihren Isomatten auf,  die sich beim Erklingen einer Sirene plötzlich niederlegten. Begleitend wurde ein Transparent mit der Aufschrift “Hier kommt die Bildung zum Erliegen” emporgehalten. Zudem wurde der Alltag vor dem mit Transparenten behängten KG II wiederholt durch lautstarkes Getöse unterbrochen, als die BesetzterInnen das Audimax mit Geschirr und Besteck klappernd verließen, um am Platz der Alten Synagoge auf ihren Protest aufmerksam zu machen.

Parallel lief die Auseinandersetzung der streikenden Studierenden mit den inhaltlichen und organisatorischen Ausmaßen des Protests während des ganzen Tages auf Hochtouren. So sind sich zwar alle BesetzerInnen einig in ihrem Unmut über die bisherige Bildungspolitik von Bund, Ländern und/oder Hochschulen, doch ist die Anforderung enorm, die teils sehr unterschiedlichen Interessen und Kritikpunkte im streng basisdemokratischen Verfahren auf Linie zu bringen. Statt von vorherein einen fertigen Katalog an Forderungen und Durchsetzungsstrategien zu präsentieren, stemmen die Studierenden derzeit die demokratische Höchstleistung, die Meinungen und Interessen vieler hundert am Protest teilnehmenden SchülerInnen und Studierenden zu koordinieren und angemessen zu berücksichtigen. In diesem Zuge entstanden neben dem mehrmals täglich stattfindenden Plenum mehrere Arbeitskreise, die sich unter anderem mit der Konkretisierung der bildungspolitischen Forderungen und Möglichkeiten zu deren Umsetzung auseinandersetzen, an der Vernetzung mit anderen Hochschulen und Bildungsträgern arbeiten und für die Kommunikation der Protestinhalte innerhalb und außerhalb der Universität sorgen.

Unterdessen ist das Verhältnis von den BesetzerInnen des Audimax und der Universitätsleitung weiterhin von gegenseitigem Respekt und Rücksichtnahme geprägt. Ein vom Plenum der BesetzerInnen ernanntes Dialogteam konnte erfolgreich in dem Raumkonflikt bezüglich einer   Juraklausur vermitteln, für welche die Universitätsverwaltung nun statt des Audimax´ Alternativräume zur Verfügung gestellt hat. Die BesetzerInnen begrüßen die Entscheidung des Rektorats, die Besetzung des Audimax zu tolerieren, auch wenn diese ausdrücklich nur vorläufig und unter bestimmten Auflagen ausgesprochen wurde. Entsprechend wollen die betreffenden Studierenden auch weiterhin mit der Universitätsleitung kooperieren und den konstruktiven Dialog suchen. Zugleich sind sie dennoch entschlossen, die Stellung im Audimax zu halten, bis ihre Forderungen Gehör finden.

5000 Menschen demonstrieren in Freiburg für ein selbstbestimmtes Leben und Lernen

Dienstag, 17. November 2009

Am Dienstag, den 17. November, gingen im Rahmen der internationalen Protestbewegung für eine bessere, nicht ökonomisch gesteuerte Bildungspolitik in Freiburg auf die Straße. Damit knüpften sie an den Erfolg der großen Demonstrationen vom 26. Januar und 17. Juni an.

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Einige Studierende waren in dem besetzten Audimax der Uni Freiburg zurückgeblieben. Trotzdem hatten sich gut 5000 Menschen zusammengefunden, um ihre Forderungen gemeinsam auf die Straße zu tragen.

An der heutigen Demonstration beteiligten sich noch einmal deutlich mehr Studierende als noch im Juni. Die Schülerinnen und Schüler sprachen sich gegen das gegliederte Schulsystem, Konkurrenzdruck und Turboabitur aus. Ihr Anteil war wieder erfreulich hoch, wäre aber wohl noch einmal größer gewesen, hätte es nicht im Vorfeld massive Einschüchterungen gegenüber den jungen Bildungsaktivist_innen gegeben.

„Es ist ein Skandal, dass junge Menschen, die teilweise zum ersten mal eines ihrer wichtigsten Grundrechte in Anspruch nehmen, durch ihre Schulleitungen sanktioniert werden, wenn sie sich für ein anderes Bildungssystem einsetzen wollen.“ erklärt Timo Herbst vom Freiburger Bildungsstreikbündnis.

Wie schon beim letzten Bildungsstreik wurden Demoteilnehmer_innen durch Polizei und Verfassungsschutz, z.B. versteckt aus einem Eckhaus, abfotographiert. Nach wiederholten Durchsagen, die die Polizei zum Beenden der Aufnahmen aufgefordert hatten, wurde der Protestzug aber lautstark fortgesetzt.

Immer wieder solidarisierte sich die Demonstration auch mit den zahlreichen europaweiten Besetzungen. „Der Bolognaprozess, der uns ein noch verschulteres Studium, mehr Zeit- und Konkurrenzdruck und schlechtere Lehrqualität gebracht hat, ist ein europaweites Problem,“ so Steffi Mut vom Bündnis, „deshalb freuen wir uns sehr, dass wir immer mehr zu einer grenzenlosen Bewegung werden.“

In Freiburg geht es nach der Demonstration erst einmal mit Plena und Veranstaltungen rund um das besetzte Audimax der Uni weiter. „Hier bestimmen wir die Inhalte und Menschen können teilnehmen ohne vorher 500 € Studiengebühren zu zahlen.“ erklärt die Studentin Anna Maier abschließend.

Pressemitteilung: Schüler_innen werden über die Anliegen der Besetzer_innen informiert

Dienstag, 17. November 2009

Am Dienstagmorgen fand die gemeinsame Schüler_innenbegrüßung der Besetzer_innen und der Universitätsverwaltung statt. Die zentrale Studienberatung lobte die gute Kooperation und alle riefen gemeinsam zu einem kritischen Umgang mit dem Informationsangebot und den Meinungen auf.

„Wer weiß besser, wie das Studium in den verschiedenen Fächern ist, als die Studierenden selbst?“ fragt Maggie Jaglo die zahlreichen anwesenden Schüler_innen. Und ging dann gleich über zu den Dingen, die derzeit nicht so gut laufen. Über die sozialen Auswirkungen der Studiengebühren, die Probleme im Bachelor-Master-System und die fehlende Mitbestimmung leitet sie über zu den konkreten Erfahrungen, die derzeit die Schüler_innen durchmachen müssen: Der zunehmende Prüfungsstress auch in Schulen, die viel zu großen Klassen und die Verkürzung des Gymnasiums auf acht Schuljahre.

Bevor die Rede an den Prorektor für Studium und Lehre übergeben wurde, luden die Besetzer_innen die Schüler_innen dazu ein, mit ihnen am Nachmittag über die verschiedenen Studienfächer zu diskutieren. Mit Führungen durch die Uni Freiburg soll den Schüler_innen Gelegenheit gegeben werden, ihre mögliche spätere Studienstätte realistisch zu erleben.

Die anschließende Vorstellung des Prorektors beschränkte sich im Wesentlichen auf den Vergleich der Universität Freiburg mit den anderen Hochschulen und ignorierte die vorher angesprochenen grundlegenden Mängel. Dieser reinen Konkurrenzlogik mochten weder die Schüler_innen noch die Besetzer_innen folgen und es blieb verdächtig still.

Weniger still wurde es ein paar Momente später, als ein Großteil der Anwesenden das Audimax verließ, um sich der draußen beginnenden Demonstration für ein selbstbestimmtes Leben und Lernen anzuschließen.