Seit Montag, den 16. November, besetzen über 1000 Studierende das Audimax der Uni Freiburg, um auf ihre bildungspolitischen Forderungen aufmerksam zu machen. Für den am Dienstagmorgen vorgesehenen Schüler_innen-Tag wurde dem Rektorat ein konstruktiver Progammvorschlag unterbreitet, um eine Diskussion über die Entwicklung des Bildungssystems zu ermöglichen.
Schon um 9 Uhr sollten die Schüler_innen in die Uni strömen. Eigentlich sollte die Begrüßung im größten Hörsaal der Uni stattfinden, der aber am Abend zuvor von einer großen Anzahl an Studierenden besetzt wurde. Noch in der Nacht arbeiteten die Studierenden daher einen alternativen Programmvorschlag aus und unterbreiteten diesen am Morgen dem Rektorat.
„Wir wollen den Protest nicht ziellos gestalten, sondern ihn mit Inhalt füllen. Daher wollen wir alle Schüler_innen einladen, mit uns und dem Rektorat über die aktuellen Probleme im Bildungswesen zu diskutieren“, meint Theo Lang von den Besetzer_innen. „Den Schüler_innen wird auf solchen Veranstaltungen meist ein viel zu rosiges Bild von ihrem Studium gezeigt, dass der Wirklichkeit kaum noch entspricht und viele Probleme kaschiert“, ergänzt Rosa Kum, ebenfalls von den Besetzer_innen.
Im Anschluss an einen ersten Gedankenaustausch wollen die Besetzer_innen die Schüler_innen zur Bildungsstreik-Demo einladen, um ihre Forderungen für ein besseres Bildungssystem artikulieren zu können. Die Besetzung wird auch danach noch weiter gehen und die Besetzer_innen laden alle am Bildungssystem interessierten Menschen dazu ein, vorbeizukommen und mit ihnen zu diskutieren.
