Bildungsstreik-Soliparty (20. Mai 2010)
Der Arbeitskreis Hedonismus lädt ein zum Feiern! Aus Prinzip ist jeder Mensch willkommen, dem Toleranz & Achtsamkeit wichtig sind. Besonders jene Menschen, die während der herbstlichen Besetzung des ‘Audimax’ aktiv waren, werden auf viele Bekannte treffen – in einem anderen Rahmen, der nochmals neue Formen der Begegnung ermöglicht… zum Beispiel beim Tanzen!
Mit Musik beglücken uns:
*Khandroma – einige wunderbare Musiker, die mit verschiedensten Instrumenten Musik machen, die sich durch vielfältige Einflüsse auszeichnet und die sich ungefähr als ‘progressive rock’ bezeichnen lässt. Auf jeden Fall: sehr gute & tanzbare Musik!
http://www.myspace.com/khandromamusik oder http://www.khandroma.de/
*John ASS – ein DJ, dessen Musik im Spannungsfeld zwischen ‘dubstep’ und elektronischer Tanzmusik schwebt. Schöne, fluffige Klänge erwarten uns!
http://www.myspace.com/djjohnass
Los geht’s um 21 Uhr im White Rabbit (Leopoldring 1). Der Soli-Beitrag geht an den Bildungsstreik (ihr könnt also quasi nebenbei noch die Bildung [und vielleicht die Welt] retten).
communiqué des AK hedonismus
Das Weltgeschehen im Allgemeinen und die Tendenzen im deutschen Bildungssystem im Besonderen bieten Anlass zur Sorge. Die Veränderungen an den Hochschulen sind nicht nur Problem der StudentInnen, sondern die Entwicklungen sind vielmehr Teil einer gesellschaftlichen Dynamik, die den Menschen immer mehr auf seine Effektivität in der Wirtschaft, auf sein Funktionieren im ihm zugewiesenen Rahmen reduziert: Der Mensch wird zum ‘Humankapital’ und Konsumenten degradiert.
Das Menschenbild, dass zu dieser Ausrichtung führt, zeigt sich überall – nicht nur an Schulen und Universitäten. Die vielleicht deutlichste Konsequenz dieser Ausrichtung ist die aktuelle Krise der Weltwirtschaft; vor allem aber im Bereich des Zwischenmenschlichen ist eine subtile, höchst fragwürdige Wirkung anzunehmen.
Es ist notwendig, gegen diese negative Entwicklungen auf allen Ebenen kreativen Widerstand zu leisten – dies geschah im Herbst, als ein zentraler Hörsaal der Uni Freiburg für zwei Wochen besetzt wurde und als Freiraum für Diskussion und Ausarbeitung von Kritik und Alternativen genutzt wurde.
Ebenso notwendig ist es, andere Wege zu denken und zu schaffen: Im Bereich der Wirtschaft zum Beispiel im Sinne des ‘Grundeinkommens’. Für die Bildung – und letztlich für die Gesellschaft – entscheidend ist ein Bildungsbegriff, der einen innerlichen Entwicklungsprozess des Menschen beinhaltet, eine Erweiterung der individuellen Fähigkeiten jedes Menschen, eine Erweiterung des geistigen, des soziokulturellen ‘Horizontes’.
Es liegt im Wesen des Menschen, für seine Ideale zu kämpfen. Ebenso ist es menschengemäß, allen Widrigkeiten zum Trotz das Leben zu genießen – zu feiern und zu tanzen!
In diesem Sinne: „A revolution without dancing is not a revolution worth having“ (Emma Goldman) - und darum: gemeinsam kämpfen – gemeinsam tanzen!
gez.: kommando ‘calvin & hobbes’
Ps.: Das ‘communiqué’ stellt die Meinung des AK hedonismus dar und ist nicht notwendig repräsentativ für die Mehrheit der ‘Bildungsstreikenden’. Sämtliche Inhalte können gerne beim Feiern diskutiert werden.