Alternat. Vorlesungen (AVV)

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AVV – Bildung wie wir sie uns vorstellen! Frei zugänglich, allgemein, umfassend!
Das Alternative Vorlesungsverzeichnis bietet Vorlesungen, Workshops, Kulturveranstaltungen, Podiumsdiskussionen für alle Bildungshungrigen – ohne Zulassungsbeschränkungen und Gebühren.

Für mehr Informationen: avv@bildungsstreik-freiburg.de oder Stellwand im KGII

AVV der PH

    Donnerstag, 10.12.

    • 18:00 Vollversammlung

    Freitag, 11.12.

    • 17:00 VL: Prof. Dr. Willem van Reijen (Philosophie) (Audimax)
    • 18:30 Vortrag von Nicole Römer von Greenpeace: “Gentechnik in Landwirtschaft und Ernährung” mit anschließender Diskussion (Audimax)
      Greenpeace setzt sich gegen die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen ein. Wenn genmanipulierte Organismen freigesetzt werden, können sie sich unkontrolliert in der Umwelt verbreiten – mit gravierenden Folgen für das ökologische Gleichgewicht und die natürlichen Lebensräume. Von den ökologischen Folgen bis zu den sozialen Auswirkungen: Es gibt viele gute Gründe gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft.

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    Bereits stattgefunden:

    Donnerstag 19.11 :

    • 16:00 Uhr Info-Veranstaltung zu Studiengebühren und Hochschulfinanzierung, , Treffpunkt Stellwände im Foyer KG2
    • 18:30 kurze Rede der Piraten Partei im Audimax
    • Später: Live-Musik

    Freitag 20.11:

    • 14:00 Vortrag: Ruanda-Genozid und Diskussion – Völkermord unter französischer Leitung
    • 15:00 Alternative Währungssysteme Treffpunkt Stellwände im Foyer KG2
    • 16:15 Medien- und Presse-Workshop, Eingangshalle KGII am Treppenaufgang
    • 17:30 und 19:00 Uhr Info-Veranstaltung zu Studien-Gebühren, von Lisa Oster und Lisa Schindler, Albrecht Treffpunkt Stellwände im Foyer KG2
    • 18:30-19:15 “Leben mit einem Hirntrauma” Prof. Dr. Lucius-Hoene Audimax
    • 19:30-20:15 “Statistik -  Zwischen Manipulation und Wahrheit”  Prof. Dr. Lerche Audimax

    Samstag, 21.11.

    • 12:30 Kurzfilme im Audimax
    • 14:00 Autorenlesung mit Maurice Meijer (Audimax)
    • 15:00 Simão Cabral: Alternative Gesellschaftsentwürfe (Audimax)
    • 16:00 Workshop Geldsystem und Alternativen (Treffpunkt: Stellwand AVV)

    Sonntag, 22.11.

    • 11:00 offenes Jazzfrühstück (KGII)
    • abends: Helge Schneider-Hörspielabend (in der Bar)

    Montag, 23.11.

    • 14:00 Workshop zur Modularisierung des Lehramts (Treffpunkt: Stellwand AVV)
    • 16:00 VL Prof. Rainer Wahl (Jura): Die Lage der EU nach dem Lissabon-Vertrag: wieviel Europa-Bewusstsein gibt es tatsächlich? (Audimax)
    Donnerstag, 26.11.

    • 12:00 Vortrag: Geschichte des Bologna-Prozesses, Lukas Bischof (Audimax)
    • 16:00 Workshop “Verdingung”, Nils Adolph (Treffpunkt Stellwand AVV)
    • 18:15 VL: “Zergliederungskunst. Anatomie als Provokation der Literatur” von Prof. Dr. Martin (Audimax)
      Die Anatomie, die medizinische Zergliederung des Leibes, eröffnet dem Menschen die Innenwelt seines Körpers. Der schauerlich-schöne Einblick in die menschlichen Körperwelten hat die Gemüter seit jeher schockiert, erregt und fasziniert. Von dieser ästhetischen Provokation der Zergliederungskunst wurde auch die poetische Literatur in einem bisher unbekannten Maße erfasst. An Textbeispielen aus unterschiedlichen Epochen und Gattungen (Andreas Gryphius, Barthold Heinrich Brockes, Georg Heym) wird dargestellt, wie – also mit welchen poetischen Strategien – die Literatur den anatomischen Zugriff auf den Menschen verarbeitete, wie die Dichtung auf die ethische Herausforderung der Anatomie reagierte und wie sie an diesem Motiv eine innovative Ästhetik des Hässlichen erprobte.
    • 18:15 Vortrag: Jobben neben dem Studium – was muss ich wissen? Zu wenig Lohn? Kein Urlaub? Gekündigt? Arbeits- und sozialrechtliche Infos zu euren Ansprüchen und Möglichkeiten rund ums studentische Jobben. Organisiert von der DGB Hochschulgruppe. Ort: KG II, HS 2121
    • 19:00 VL:”Medizin ist mehr als eine Reparaturfabrik. Eine ethische Kritik der Leitgedanken der modernen Medizin”
      Viele Bereiche der modernen Gesellschaft unterliegen einem enormen Ökonomisierungsdruck, durch den sich viele sozialen Systeme zu Dienstleistungsbetrieben verwandeln. Dies betrifft die Bildung genauso wie die Medizin. Im Zuge dieser Veränderungen werden nicht nur die Abläufe rationalisiert und damit beschleunigt, sondern die sozialen Systeme selbst verwandeln sich grundlegend in ihrer Identität. Während der ökonomisierte Bildungssektor immer weniger Menschen mit Bildung hervorzubringen droht und stattdessen Ingenieure des Wissens fördert, ersetzt die Ökonomisierung der Medizin immer mehr den Arzt als Helfer durch den technisch versierten Dienstleistungsanbieter, ja zuweilen gar durch den Ingenieur für den Menschen. Dadurch streifen die modernen Krankenhäuser ihr ursprüngliches karitatives Erbe komplett ab und verwandeln sich zunehmend Dienstleistungsunternehmen, in denen die Momente der Sorge und der menschlichen Zuwendung zum reinen idealistischen Beiwerk herabgestuft werden. Ethik denken bedeutet die Chiffren der Zeit kritisch zu hinterfragen und den Blick zu lenken auf die Grundfragen des Menschen. Der Vortrag wird die moderne Medizin in ihrer Grundausrichtung kritisch reflektieren und ein Plädoyer für eine anthropologische reflektierte Medizin starten, die wieder auf ihre Identität als Dienst am Menschen zurückfinden müsste.
      von Prof. Dr. Maio (Audimax)

    Freitag, 27.11.

    Samstag, 28.11.

    • 15:00 Workshop: Chancengleichheit, Johanna Wintermantel (Treffpunkt AVV-Stellwand)
    • 17:00 Vortrag Andreas Kuck (Chaos Computer Club): Videoüberwachung. Hintergründe, Auswirkungen und Reaktionsmöglichkeiten. Die Videoüberwachung in der freiburger Innenstadt wird stetig ausgeweitet. Beispielsweise von öffentlichen Gebäuden sowie in den Fahrzeugen und an Haltestellen der VAG beobachten Kameras das Treiben der Passanten. Wohin steuert die Regierung? Was sagen die Bürger dazu? Wie können wir reagieren?

    Sonntag, 29.11.

    • 11:00 Jazzfrühstück
    Montag, 30.11.
    • 15:00 Filmvorführung (Audimax): Doku “Mumia Abu-Jamal. Mein ganzes Leben im Gefängnis”, ein Beitrag von BewohnerInnen des Wagenplatz Freibur

    Dienstag, 1.12.

    • 15:00 VL von Herrn Kappius fällt wegen Krankheit leider aus
    • 16:00 VL: Dipl.-Vw. Johannes Vatter (VWL): “Demographie, Besteuerung und Bildungsausgaben. Warum gleich viel schon mehr ist.” (Audimax)
    • 17:00 VL: Prof. Dr. Eßbach (Soziologie): “Die Rolle der Professorenschaft beim Scheitern deutscher Hochschulreformen” (Audimax)
    • 19:00 KIRMA KI / Intelligenz in Rechenmaschinen, Radiosendung des Chaos Computer Club.
      Gemeinsam mit dem Publikum analysieren wir sowohl Programmierlösungen als auch den Gehirnupload. Dies wird von RadioDreyeckLand auf 102,3 MHz ausgestrahlt.

    Mittwoch, 2.12.

    • 16:00 Workshop: “Studieren mit Behinderung in Zeiten von Bachelor und Master –  besondere Ansprüche und bisherige Umsetzung”
      Leitung: Michaela Kusal und Andreas Hanka (Studieren ohne Hürden (SoH) Referat des u-asta)
      Treffpunkt: westliche Eingangstür im Audimax (Richtung Stadttheater)
    • 18:00 VL: Prof. Dr. Tzscheetzsch (Theologische Fakultät): “Kult als event: Beobachtungen in der religiösen Jugendkultur”.
      Religiöse Volllzüge im Jugendalter sind in die Eigenregie der Akteute entlassen und entziehen sich kirchlicher Gestaltungsmonopole. Die Ästhetik der Ausdrucksformen ist ebenso bedeutsam wie die Rückkoppelung an die Biografie der Betroffenen. Welche Chancen und welche Risiken bergen die neuen religiösen Abenteuer? (Audimax)
    • 19:00 Podiumsdiskussion mit offener Fragerunde (Audimax)
      “Wissensgesellschaft? Kapitalisierung des Wissens! – warum konsultieren Hochschulen eigentlich Unternehmensberatungen und nicht umgekehrt? Freiburger Dozierende aus Soziologie, Erziehungswissenschaften, Philosophie und Hochschulpolitik beleuchten Aspekte des Spannungsfeldes aus Gesellschaft, Wissen, Bildung und Wirtschaft.

    Donnerstag, 3.12.

    • 16:30 Vortrag von Lukas Bischof: “Shift from teaching to learning: Studierende im Mittelpunkt der Lehre” (Audimax)
    • 17:00 VL: Dr. Stefan Hermes (Deutsches Seminar) (Audimax): “Reichtum schändet nicht. Interkulturelle Kompetenz und ökonomischer Erfolg in Lessings Nathan der Weise
      Bis heute gilt der Nathan als das Stück über religiöse Toleranz und interkulturelle Verständigung schlechthin. Allerdings wird Lessings letztes Drama inzwischen oft als langweilig und seine ‘Versöhnungsbotschaft’ als realitätsfern und abgeschmackt wahrgenommen. Vor diesem Hintergrund versucht sich der Vortrag an einer anderen als der üblichen Lesart: Es wird primär danach gefragt, inwiefern der Umgang der Figuren mit Angehörigen andere Kulturen ihrem jeweiligen finanziellen Fortkommen zu nützen vermag. Dabei lassen sich überraschende Beobachtungen machen, die durchaus Relevanz für den aktuellen Diskurs um Interkulturalität, Ökonomie und Sozialmoral zu besitzten scheinen – worüber im Einzelnen zu diskutieren sein wird.
    • 19:30 Improtheater: Die Mauerbrecher (Audimax)

    Freitag, 4.12.

    • 15:00 Vortrag: Vertreter des Personalrats: “Beschäftigungsverhältnisse an der Universität Freiburg” (HS 2004)
    • DGB: “Wir zahlen nicht für eure Krise” (HS 2004)
    • 18:00 VL: Prof. Dr. Rausch: “Soziale Gerechtigkeit im Lichte des Alten und Neuen Testamentes” (HS 2006)
    • 19:30 Vortrag von Tilman Vogel: “Alternative Währungssysteme” (Audimax)
      Der Vortrag beleuchtet tiefere Ursachen und Lösungsansätze der Probleme, die eine partizipative Gestaltung von Bildungssystem und Gesellschaft behindern: vom vorherrschenden Geldsystem bedingte, chronische Knappheit und deren Einfluss auf Menschenbild und Denkhorizonte unserer Zeit.

    Samstag, 5.12.

    Sonntag, 6.12.
    • 11:00 Jazzfrühstück
    • 15:00 Filmvorführung (Audimax)
    Montag, 7.12.
    • 19:00 Workshop: “Berichte und Erfahrungsaustausch vergangener Besetzungen” (Audimax)

    Dienstag, 8.12.

    • 16:00 VL: Prof. Dr. Gundula Linck (Sinologie): “Bildungspolitische Anmerkungen zu einer alten chinesischen Redensart: Das Lehren mit Worten ist nicht so gut wie das Lehren mit Körper/Leib.”
      Für eine Kultur wie die unsere, die Worte bzw. Sprache als wirklichkeitsstiftend betrachtet, klingt diese Aussage ziemlich exotisch - und dann auch noch die Unterscheidung von Körper und Leib! Es geht um Orientierungswissen, Handlungswissen, Situationskompetenz, Lehren, Lernen und Erinnern…
    • 17:00 VL: Prof. Dr.  Albert Reif (Waldbau): “Landschaft und Landschaftsentwicklung im Apuseni-Gebirge, Rumänien”
      In den Bergdörfern des “Motzenlandes” im Westgebirge Rumäniens haben sich bis heute traditionelle Landnutzungen, Landschaftsstrukturen und Biozönosen erhalten. Eine Analyse dieser Nutzungsformen ist auch für das Verständnis der mitteleuropäischen Landschaftsbilder, ihrer historischen Entwicklungen und der Formulierung von Leitbildern für die Zukunft wertvoll. Aufgrund des kühlen Klimas in der Montanstufe lebt die Bevölkerung von der Holzverarbeitung, der Viehzucht und Grünlandwirtschaft. Handwerk und (Tausch-)Handel mit Holzprodukten kommen hinzu. Bis heute werden fast alle Arbeiten manuell verrichtet, beispielsweise die Düngung und Mahd der Wiesen, der Heutransport, die Schneitelung der Fichten und Tannen im Winter, oder die Käseherstellung. In den letzten Jahren haben sich die wirtschaftlichen
      Grundlagen verändert. Mit der Elektrizität und dem Kauf von Motor- und Kreissägen hat die Waldnutzung eine neue Dimension erlangt. Es ist absehbar, dass sich die Lebensumstände der Bevölkerung ebenso wie das Landschaftsbild in wenigen Jahren grundlegend ändern.
      (Audimax)
    • 18:00 VL: Prof. em. Dr. Rainer Marten: “Wozu  braucht der Mensch Philosophie? Die Antwort eines Philosophen auf die Frage des Arztes” (Audimax)

    Mittwoch, 9.12.

    • 11:30 Pressekonferenz (Audimax)
    • 18:00 VL: Roswitha Dörendahl, (Philosophisches Seminar, EPG): “Freiheit als Autonomie bei Kant und die Kritik durch Adorno”
      Freiheit bedeutet für Kant Autonomie, das ist die Fähigkeit des Menschen, sich selbst zu bestimmen. Voraussetzung für die Autonomie ist aber das Vermögen absoluter Spontaneität als Fähigkeit des Subjekts, anfangen zu können, einen „ersten Anfang aus Freiheit“ zu machen. Das Vermögen der Spontaneität ordnet Kant der Vernunft zu.
      Für Theodor W. Adorno ist die Bestimmung der menschlichen Freiheit als Autonomie das Resultat einer Verdrängungsbewegung. Zwar erblickt Adorno in der Spontaneität den „Schlüssel zum Freiheitsbegriff“, anders als Kant erkennt er aber darin ein somatisches Moment, ein „Impuls-Moment“, das etwas „Jähes, Plötzliches“ an sich hat und sich der Verfügungsgewalt des Subjekts entzieht.
      Nach einer kurzen Einführung in die Kantsche Philosophie wird die Genese des Autonomiebegriffs dargestellt und die Kritik durch Adorno.
      (Audimax)
    • 19:00 VL: Prof. em. Dr. Hans Peter Herrmann (Germanistik): “Wer die Vergangenheit kennt, hat bessere Chancen für die Zukunft. Eine Geschichte der Freiburger Studentenproteste 1952- 1977.”